Die Pause - ein verkümmertes Element der Eventdramaturgie!
von Siegfried Haider, 08.12.2011 (Kommentare: 0)
Die Pause im Event als Erfolgsgarant
Wir alle sind jeden Tag mit millionenfachen Impulsen konfrontiert. Dann gehen wir zu einer Veranstaltung und die Event-Profis haben sich nochmal eine halbe Millionen Impulse zusätzlich überlegt: Bilder, Videos, Musik, Redner mit Wissen, Künstler, dutzende Gespräche und Kontakte uvm.
Und natürlich wollen wir das, aber wir sehnen uns auch nach Pausen. Nach diesen Sekunden und Minuten der Ruhe, der Zeit für uns. Die Zeit kann sich grundsätzlich in Kaffee- und Mittagspausen jeder selber nehmen, tun die meisten aber leider nicht. Da wird telefoniert, eMails gecheckt und die Welt gerettet, genetzwerkt, etwas organisiert usw. Oft bleibt nur die Pause auf der Toilette - immerhin, aber auch da ist man mit etwas anderem beschäftigt :-) !
Daher sollten wir Pausen im Eventprogramm fest inszenieren.
Definieren wir erst einmal eine richtige Event-Pause: "Eine geplante Event-Pause gibt einem Teilnehmer die beabsichtigte Ruhe und Möglichkeit, ohne Impuls oder Ablenkung von außen sich mit sich oder nichts zu beschäftigen". Netzwerken lassen beim Essen ist keine inszenierte Event-Pause in diesem Sinn. Eine Künstlereinlage zwischen inhaltlichen Programmpunkten auch nicht.
Event-Pausen sind inszeniert und können z. B. sein:
- Reflektionspausen: Der Teilnehmer bekommt reservierte Zeit, um das Erhaltene für sich verarbeiten zu können. Ggf. unterstützt durch eine vorbereitete Frage.
- Transferpausen: Gerade bei Speaker-Events ein beliebtes Element, damit die Teilnehmer das Erlernte in Ruhe in ihre Welt übertragen und zu individuellem Nutzen verwandeln können.
- Entspannungspausen: Der Teilnehmer bekommt Zeit (und ggf. entsprechend ruhige, klassische Musik), um zu entspannen/meditieren.
- Bewegungspausen: Die Teilnehmer machen "Übungen", die sie zu sich selbst kommen lassen und energetisch aufladen.
- Umfeldpausen: Die Teilnehmer werden im Rahmen des Event-Ablaufs vom zentralen Aktions-Raum in ein anderes, ruhiges Umfeld geleitet, der den Ausgleich schafft.
- Blockpausen: Gerade längere, mehrtägige Event-Programme beinhalten längere Blöcke, die den Teilnehmern die Möglichkeit geben, die Location zu verlassen und "die Birne zu lüften" - mit der Botschaft/dem Auftrag der Entschleunigung.
Das sind nur einige Kategorien, die in der konkreten Ausgestaltung ihre Wirksamkeit entfalten. Bitte kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie dazu weitere Informationen oder konkretere Ausgestaltungsbeispiele wünschen.
Für das Event-Marketing-Ziel gilt: Geben Sie den Leuten Zeit für sich, um gerade die Bedarfs-Botschaften verarbeiten zu können. Dann geben die Teilnehmer ihre Zeit gerne Ihnen, wenn es darum geht, die Botschaften für einen Lösungs- und Verkaufsimpuls aufzugreifen.
Ihr
Siegfried Haider
PS.: Das war jetzt kein "Nurz-Artikel" = Nutzen kurz, sondern ein "Nang-Artikel" = Nutzen lang. Hauptsache Nutzen :-)
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